Abfallkonzept zur Verbesserung der Sauberkeit in unserer Stadt Kempten


An den
Oberbürgermeister der Stadt Kempten
Herrn Thomas Kiechle

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Damen vom OB-Büro.

Hiermit beantrage ich eine Überprüfung unserers Abfallkonzepts zur Verbesserung der Sauberkeit in unserer Stadt Kempten.

Einheitliche und zusätzliche Abfallkörbe in Kempten:

  • Vor  über 20 Jahren hatte die Stadt beschlossen, die Anzahl der Abfallkörbe  in Kempten deutlich zu reduzieren. Ein Grund war, dass die Bürger zur  Vermeidung von Müllgebühren ihren Hausmüll in öffentlichen  Abfallbehältern entsorgen könnten. Mittlerweise hat sich die Situation  im öffentlichen Raum vor allem durch die Zunahme des Straßenverkaufs von  Speisen und Getränken deutlich verschlechtert. Die Tendenz, dass  Einwegverpackungen grösser und „störrischer“ werden, erhöht das  benötigte Volumen. Es ist auch ein großer Irrtum zu glauben, dass Abfall  mit nach Hause genommen wird, wenn keine oder nur übervolle öffentliche  Abfallbehälter vorhanden sind. Der Abfall landet dann auf dem Boden, im  Gebüsch oder in Pflanztrögen. Dass Kempten trotzdem von Besuchern oft  als „saubere Stadt“ gesehen wird, ist den großen Anstrengungen der  Wegmacher des städtischen Bauhofs zu verdanken. Diese reinigen die  „Hauptachse“ Forum-Residenzplatz-ZUM sogar am Sonntagmorgen.

  • Dies  Anzahl und Größe der Abfallkörbe ist nach dem zu erwartenden  Abfallaufkommen zu bestimmen, in der Fußgängerzone und an bevorzugten  Orten (z.B. Engelhalde, Altstadtpark…) häufiger und größer, im  Außenbereich geringer. Dabei muss berücksichtigt werden, dass größere  Behälter seltener geleert werden müssen, oder eine Leerung am Tag  ausreicht.
  • Die  heutige häufige Montage an vorhandenen Befestigungspunkten wie den  Masten der Straßen- und Wegbeleuchtungen oder Verkehrszeichen ist oft  nicht optimal, denn deren Aufstellungsort bestimmt sich nach ganz  anderen Kriterien. Deshalb sollten Abfallbehälter soweit möglich  freistehend aufstellbar sein.






  • Bei  freier Aufstellung ist (leider) der zunehmende Vandalismus zu  berücksichtigen. Das bedeutet, die Behälter müssen so gebaut sein, dass  sie kaum umzustürzen oder zu versetzen sind. Sie müssen also ein großes  Kippmoment haben. Dies erreicht man durch hohes Gewicht mit tiefem  Schwerpunkt und breiter Basis. Solche Abfallbehälter aus Beton oder aus  Gusseisen mit einer Beton- oder Gussplatte im Sockel können vom Bauhof  wie Pflanztröge mit Gabelstapler einfach versetzt werden. An- oder  eingebaute Aschenbehälter sind heute Standard, in Rohrbauweise sorgen sie für schnelles Verlöschen auch nicht ausgedrückter Kippen.

  • Im  Interesse der Mitarbeiter des Bauhofs sollten Foliensäcke eingesetzt  werden können, damit der direkte Kontakt zum gelegentlich  problematischen Müll vermieden werden kann.

  • Meine Recherche im Internet zeigte mir eine große Vielfalt an Produkte aus Aluguss mit Betonsockel, die in Frage kommen würden.

Diesen Antrag bitte ich in der nächsten Sitzung des Ausschuss für öffentliche Ordnung mit zu beraten.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Klaus Knoll
Stadtrat Kempten (Freie Wähler-ÜP Kempten e.V.)