Bedarfsanalyse Grundschulplätze

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,

im Rahmen der Fortschreibung des Jugendhilfeplanes wurde
bekannt, dassaufgrund Zuzugs und der erfreulichen Geburtenentwicklung in Kempteninnerhalb von wenigen Jahren Bedarf an zusätzlichen Grundschulkapazitäten inder Größe einer vierzügigen Grundschule mit 16 Klassen besteht. Zur Vorbereitung der politischen Entscheidung, ob dieser Mehrbedarf durch Erweiterungen bestehender Grundschulen gedeckt werden kann, sind nähere Erkenntnisse auch zur räumlichen Verteilung des Mehrbedarfes erforderlich. Je nachdem, wo im Stadtgebiet der Mehrbedarf am stärksten entsteht, sind die Erweiterungen an den entsprechenden Schulen zu planen. Je nach Bedarf könnte es aber auch effizienter sein, eine ganz neue Grundschule  dort zu etablieren, wo der Bedarf am größten ist:

1. Ein Neubau könnte unter Umständen preiswerter sein als mehrere
Schulerweiterungen.

2. Der Bedarf könnte dort gedeckt werden, wo er entsteht. Schon jetzt ziehen die Kemptener Schulsprengel teils weite Wege zur Grundschule nach sich. Daher bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, was zu vielen verkehrlichen Belastungen führt und auch den Kemptener Klimaschutzzielen zuwider läuft. Eine stadtteilnahe Grundschule könnte verhindern, dass sich diese Situation verschärft.


 

 

3. Das Gleiche gilt für den Schulbusverkehr. Grundsätzlich sollten  die Grundschulen so wohnsitznah über die Stadt verteilt sein, dass die Schulkinder ihre Schule zu Fuß ohne Schulbus erreichen können. Das ist bereits jetzt nicht überall im Stadtgebiet gewährleistet. Es ist inzwischen wissenschaftlich belegt, dass es für die Entwicklung  von Schulkindern positiv ist(insbesondere zur Selbständigkeit), wenn sie zu Fuß zur Schule gehen und nicht von den Eltern gefahren werden bzw. nicht den Schulbus nehmen müssen. Durch eine bedarfsgerechte Verteilung neu zu schaffender Grundschulplätze könnte unnötiger Schulbusverkehr vermeiden werden. Das Hätte positive Folgen für Verkehr, Klimaschutz, Stadtsäckel und für die täglichen Abläufe für Eltern und Kinder. Daher beantrage ich, der Verwaltung aufzugeben, eine mittel- und langfristige Bedarfsanalyse für Grundschulplätze unter Berücksichtigung der räumlichen Verteilung des Bedarfes über das Stadtgebiet zu erarbeiten und diese baldmöglichst im Schul- und Sportausschuss des Stadtrates vorzustellen.

Für die Fraktion FREIE WÄHLER-ÜP

Mit freundlichen Grüßen
 
Alexander Hold