Stellungnahme zum Thema „Erhalt der Sheddachhalle“ vom 01.07.2013

Die Sheddachhalle ist ein prägendes Industriedenkmal. Auch wenn sich viele derzeit eine sinnvolle Nutzung nicht vorstellen könnten, sollten zunächst über einen städtebaulichen Wettbewerb Ideen gesammelt und ein schlüssiges Konzept entwickelt werden mit dem Ziel, von diesem einmaligen Ensemble möglichst viel zu erhalten.

Die derzeitige Planung der Investoren wird dem in keiner Weise gerecht:
Hinter den Außenmauern würde eine höhere Neubebauung herausragen und diese Bebauung wäre viel zu dicht.

Wenn man nun allerdings vorschnell Wohngebäude auf der Westseite des Areals genehmigt, dann kann die Folge sein, dass dadurch tolle Ideen eines städtebaulichen Wettbewerbes nicht mehr realisierbar sind (z.B. weil diese dann wegen des Immissionsschutzes neben der Wohnbebauung nicht mehr zulässig sind oder eine passende Erschließung nicht mehr möglich ist).

Zudem besteht die Gefahr, dass Investoren nach dem Neubau an der Westseite des Areals schnell das Interesse an der Sheddachhalle verlieren und diese verfällt.

Die Halle steht nun schon so lange leer, dass es auf ein weiteres Jahr sicher nicht ankommt, indem man endlich an einem zukunftsträchtigen Konzept arbeiten kann.
Daher jetzt keine Schnellschüsse, sondern eine vernünftige und nachhaltige Entwicklung:

1. Vorerst keine Genehmigung einzelner Bauten auf dem Gelände
2. Städtebaulicher Wettbewerb mit dem Ziel eines möglichst weitgehenden Erhalt der Sheddachhalle
3. Entwicklung und Realisierung einer Gesamtlösung, die Denkmalschutz und neuzeitliche Bedürfnisse zu einem überzeugenden Projekt vereint!Die Halle steht nun schon so lange leer, dass es auf ein weiteres Jahr sicher nicht ankommt, indem man endlich an einem zukunftsträchtigen Konzept arbeiten kann.

Alexander Hold